Ernährungsumstellung

Gewichtsoptimierung
Im Bereich der Gewichtsoptimierung bietet die langsame Anpassung der Ernährung zahlreiche Vorteile für die körperliche und mentale Gesundheit. Eine schrittweise Gewichtsreduzierung ermöglicht es, neue Essgewohnheiten zu erlernen und im Alltag zu integrieren.
Dabei geht es darum, neue und nachhaltige Essgewohnheiten zu erlernen. Bei Veränderungen die langsam in das tägliche Leben und den persönlichen Alltag eingebaut werden, ist die Chance höher, dass man die Änderungen beibehalten kann. Dies führt langfristig zu einer stabileren Gewichtsabnahme.
Kleine Schritte zum Wohlfühlgewicht helfen zudem eine positive Einstellung zum eigenen Körper zu entwickeln und das Errreichen kleinerer Ziele fördert das Selbstvertrauen enorm.
Eine langsame Veränderung setzt den Körper weniger unter Stress. Crash-Diäten und extreme Kalorienreduktionen führen sehr oft nicht nur zu Hunger sondern auch zu Gereiztheit und Frustration.
Wichtig ist auch, dass wir unsere Essgründe verstehen. Essen wir, weil wir Hunger haben oder aus Frust, Ärger, Wut oder weil wir traurig sind? Oder ist es Langeweile oder weil wir erschöpft und müde sind? Belohnen wir uns mit Essen z.B. bei fehlender Anerkennung? Essen wir aus Gewohnheit? Können wir auch Essen ablehnen oder sagen wir aus Höflichkeit ja zum Essen? Lassen wir uns verführen durch die Vielfalt des Essens? Alles spannende Fragen, denen nachzuforschen es sich lohnt.
Bei einer Ernährungsumstellung bleiben die Hunger- und Sättigungshormone stabiler. Dies führt dazu, dass Heisshungerattacken vermieden werden können. Gerade Crash-Diäten bringen diese Hormone sehr oft durcheinander. Sie steigern den Appetit und das Abnehmen wird so noch schwieriger.
Bei einer langsamen Ernährungsumstellung verringert sich die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Auch kann eine Veränderung in der Ernährung zu einer besseren Stabilität von Blutzucker- und Cholesterinwerten führen. Dies ist besonders wichtig für Menschen mit einer Insulinresistenz, Prädiabetes oder Diabetes.
Zusammen mit einer neuen Essgewohnheit stellen wir sicher, dass die Zufuhr von wichtigen Nähr- und Mineralstoffen sowie Vitaminen gewährleistet ist. Ebenfalls unterstützen wir so die Erhaltung der Darmgesundheit und die natürliche Darmflora.
Sehr oft ist es das Stresshormon Cortisol, das den Fettabbau erschwert und zur Fetteinlagerung beitragen kann. Deshalb ist es wichtig zu wissen wo und wie man Ruhe und Erholung findet. Im Sinne eines persönlichen Stressmanagementes.
Strikte und drastische Diäten führen oft dazu, dass das verlorene Gewicht rasch wieder zugenommen wird, sobald die Diät beendet wurde. Nicht selten kommt es vor, dass eine solche Diät auch abgebrochen wird, weil diese einfach zu restriktiv und alltagsuntauglich sind.
Bei langsamer Abnahme des Gewichts ist das Risiko des Jojo-Effekts deutlich geringer. Der Körper und auch mental brauchen wir Zeit um neue Gewohnheiten zu verinnerlichen.
Diäten?
Weshalb gibt es gefühlt alle paar Wochen eine neue Diät? Weil keine wirklich etwas nützt!
Deshalb halte ich mich gerne an folgendes Zitat:
«Über den gesundheitlichen Wert der Ernährung entscheidet letztlich nicht das einzelne Lebensmittel, sondern die Zusammensetzung der gesamten Kost über einen längeren Zeitraum. Aus diesem Grund findet sich auch keine ernährungsphysiologische Basis, die es ermöglichen oder rechtfertigen würde, einzelne Lebensmittel als «gut» oder «schlecht» einzustufen».
(Quelle; Hahn/Ströhle/Wolters; Ernährung; Physiologische Grundlagen, Prävention, Therapie)